Chloe Dalton „Hase und ich. Die Geschichte einer außergewöhnlichen Begegnung“

„Hase und ich“ ist das erste Buch der britischen Außenpolitikexpertin und Beraterin Chloe Dalton. Es ist kein fiktionales Werk, da sie ihre Erlebnisse mit einem Feldhasen während der Corona-Pandemie beschreibt und reflektiert. „Hase und ich“ hat einige Preise gewonnen und war in Großbritannien, aber auch in Deutschland auf den Bestsellerlisten.

Während der Pandemie zieht sich Chloe Dalton auf ein Stück Land zurück, das ihr gehört und auf dem ein kleines Haus steht. Dort entdeckt sie im Winter auf einem Spaziergang einen winzigen, jungen Feldhasen, den sie spontan mit sich ins Haus nimmt. Nach ersten Recherchen muss sie erfahren, dass die Aufzucht eines Feldhasen sehr kompliziert ist, aber trotzdem lässt sie sich auf das Wagnis ein, nicht zuletzt, weil es die einzige Möglichkeit ist, das Überleben des Tieres zu sichern.

Chloes intensive Recherchen zur Feldhasenaufzucht ergeben wenig Brauchbares. Es gibt so gut wie keine Erfahrungsberichte, überhaupt ist die Literatur über Feldhasen sehr beschränkt, nur zur Jagd dieser Tiere gibt es detaillierte Informationen.

So beschließt sie, aufmerksam zu beobachten, was der Hase benötigt, damit sie ihn später wieder in die Wildnis entlassen kann. Einen Namen gibt sie dem Tier nicht, sie will es nicht vereinnahmen, sie respektiert, dass er ein wildes Tier ist und so heißt ihr neuer Hausgenosse einfach „Hase“.

Der Hase entwickelt sich positiv. Chloes Vorsatz, sich nach ihm zu richten, geht auf – er fasst Vertrauen. Immer wieder recherchiert Chloe Lebensweise, körperliche Leistungen und auch die Bedeutung des Hasen in der Mythologie verschiedener Völker.

Nach und nach erweitert Hase seine Aktionsräume und Chloe muss loslassen und vertrauen, dass er sich allein zurechtfinden und draußen überleben kann. Und das tut Hase. Er – oder besser sie – bekommt auch Junge.

Prof. Münzer-Jordan

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