Projekt China in der 3IBC

Rückblick und Reaktionen

Anlässlich der „Buch Wien“ Anfang November, bei der ich für die 3IBC die Teilnahme an der Buchvorstellung „Weltmacht China“ des Autors und Journalisten Raimund Löw organisierte, kam mir die Idee, ein fächerübergreifendes Projekt zum Thema „China“ anzubieten. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen Professor Grassl-Karst (Betriebswirtschaftslehre), Professor Haiden (Geschichte) und meinem Kollegen Professor Kamper (Religion) legten wir von Mitte November bis Anfang Jänner einen China-Schwerpunkt in unseren Fächern.

In Betriebswirtschaft bei Frau Professor Grassl-Karst wurde die wirtschaftliche Entwicklung Chinas besprochen sowie die heutige Bedeutung Chinas für die Weltwirtschaft:

„Heute ist die Volksrepublik China nach den USA die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Ein Grund dafür ist, dass das Land über viele Bodenschätze, vor allem Kohle, Erdöl, Erdgas und seltene Erden, verfügt. Durch diese Rohstoffe sind sie wichtige Lieferanten für Betriebe in technischen Branchen.“ (Lea, Alex, Elvis)

Bei Frau Professor Haiden in Geschichte erhielten die SchülerInnen einen kurzen Überblick über die Kaiserzeit und beschäftigten sich mit der Machtübernahme der Kommunistischen Partei und mit der Kulturrevolution unter Mao Zedong.

„Die Kulturrevolution war der Versuch, der Elite des Landes die Schuld am wirtschaftlichen Niedergang zu geben – die gebildeten Chinesen wurden als unproduktiv bezeichnet und in Umerziehungslager gebracht oder ermordet. Die Bedeutung der Bauern wurde wesentlich angehoben.“ (Alex, Elias, Jan, Lukas)

In Religion bei Professor Kamper lernte die 3IBC Laotse und seine Lebensweisheiten kennen und beschäftigte sich mit Begriffen aus der chinesischen Philosophie unter anderem dem Orakel „I Ging“.

„Das I Ging ist ein altes chinesisches Orakel, beim dem sechsmal drei Münzen geworfen werden. Bei jedem Wurf ergibt sich eine Kombination aus Strichen, je nachdem wie viele Kopf- oder Zahl-Münzen man wirft. Am Ende entsteht ein Muster aus sechs Strichkombinationen. Jeder dieser Kombinationen wird ein Symbol zugeordnet, welches im Buch der Wandlungen zu finden ist. Insgesamt gibt es 64 verschiedene Muster, die man durch das Aufzeichnen der Strichkombinationen erhält. Viele Chinesen benutzen das I Ging Orakel auch heute noch, wenn sie vor schwierigen Entscheidungen stehen.“ (Anna, Juliana, Viktoria, Yvonne)

Im Fach Deutsch bei Professor Münzer-Jordan waren die Themen chinesische Kultur und Sprache. Die SchülerInnen hatten Gelegenheit, ein chinesisches Schriftbild zu begutachten und wichtige chinesische Kulturgüter kennenzulernen.

„Zu den ‚Sieben Weltwundern der Moderne‘ zählt unter anderem die Chinesische Mauer (中國長城), die ursprünglich als Schutz gegen Reitereinfälle aus dem Norden diente und 21.196 km lang ist. Ihr Ende, das in den Pazifik mündet, wird Drachenkopf genannt. Neben der „Verbotenen Stadt“, dem Kaiserpalast in Peking, ist die中國長城 die Hauptattraktion Chinas.“ (Dilara, Marie, Sandra, Valentina)

Das China-Projekt wurde mit Interesse aufgenommen, wie ein kurzer Auszug aus den Rückmeldungen zeigt:

Mir hat das Projekt gefallen, da China ein äußerst interessantes Land ist. Durch die vielen Unterschiede zu Österreich, wie die Schrift oder die Politik, blieb das Thema vom Anfang bis zum Schluss sehr spannend. Vor allem die Kulturrevolution hat mich sehr schockiert und berührt. (Vanessa)

Wir denken, dass das Projekt sehr spannend war, weil China eine ganz andere Kultur als Österreich hat. Auch die Rechtsform ist anders, daher müssen Chinesen mit einer Art von Unterdrückung (z. B. Zwei-Kind-Politik) leben, welche wir in Österreich gar nicht kennen. (Dilara und Sandra)

Mir persönlich hat am Projekt gefallen, dass wir fächerübergreifend gearbeitet haben und so viele Informationen erarbeiten konnten. Auch die Exkursion zur Buchmesse mit dem Vortrag war interessant und hat mir einen neuen Blickwinkel auf den Staat China eröffnet. (Alex S.)

Zum Schluss noch ein Tipp: Auf der Seite der Schulbibliothek findet ihr Buchbesprechungen zur modernen chinesischen Literatur – lasst euch überraschen!

Prof. Münzer-Jordan

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