IBC Auslandssemester

IBC Auslandssemester : friendship, fun - und so viel mehr!

So, oder so ähnlich beginnen die Berichte von 10 Schülerinnen und Schülern der 4CK über ihre Erlebnisse im Ausland. Sie absolvieren gerade ihr Auslandssemester: in Irland, den USA, in Australien, Kanada und Neuseeland. Sie alle schicken Fotos, die auf den sozialen Medien der Schule hochgeladen werden. Bilder vom Tauchen, von Stränden, von Ausflügen, von strahlenden Gesichtern, mit ihren Gastfamilien und neuen Freunden. Das lässt den Schluss zu, ein Auslandssemester, das sind einfach 5 Monate Ferien.
Ein Trugschluss. Natürlich gehören all die Freizeitaktivitäten, das Abenteuer, die vielen neuen Eindrücke dazu, aber so ein Auslandssemester ist viel, viel mehr. Hinter all diesen Äußerlichkeiten steht ein Prozess des Reifens, des Überwindens von Vorurteilen, der Selbsterkenntnis und der Bewältigung von Herausforderungen.
Viele Fragen tauchen auf, bevor sich Schüler/innen auf das Abenteuer Auslandssemester einlassen: Bin ich bereit dazu, das tägliche Sicherheitsnetz meiner Familie zu verlassen und mit Fremden zu leben? Bin ich bereit dazu, wieder in einer neuen Schule anzufangen, wo ich weder Mitschüler noch Lehrer kenne, wo mich Gegenstände erwarten, unter denen ich mir vielleicht noch gar nichts vorstellen kann?
Und was ist mit dem „Kulturschock“? Dem Eintauchen in eine andere Sprache? Wie wird es sein, das in der Schule Erlernte nun im täglichen Leben anwenden zu müssen? Wie wird die Kommunikation mit Gastfamilie, Mitschülern, Freunden funktionieren?
Die größte Herausforderung liegt aber im Leben in und mit einer neuen Familie, die vielleicht ganz anders funktioniert als die eigene. Werde ich mich anpassen können? Was wird mich erwarten? Was erwartet sich die Familie von mir?
Diese und wahrscheinlich noch viele andere Fragen, die sich unsere Schüler und ihre Familien bei aller Vorfreude auf das Auslandssemester stellen, werden im Lauf der 5 Monate beantwortet werden. Und diese Antworten sind durchwegs positiv: Herausgerissen aus ihrer Komfortzone erleben unsere IBC-Schülerinnen und Schüler einen Alltag, in dem Fremde zu Familienmitgliedern werden, in dem Unbekanntes zu Wohlvertrautem wird. Sie lernen Neues, erweitern ihren Horizont, werden Teil von Teams, in die sie ihre eigenen Fähigkeiten einbringen und neue erwerben können. Sie beginnen in der Sprache ihres Gastlandes zu denken und zu träumen, haben einen Freundeskreis von Gleichaltrigen aus der ganzen Welt, machen Erfahrungen, die sie ihr ganzes Leben begleiten werden. Die bunten Bilder, die sie uns schicken, sind für sie nur ein Teil eines einmaligen Ganzen.
Und schließlich kommen sie wieder heim – junge Menschen gereift an den Herausforderungen, die sie gemeistert haben, die über ihren Tellerrand hinausschauen können, für die Toleranz und Weltoffenheit keine leeren Schlagworte sind. Persönlichkeiten, die Vorbildwirkung haben, von denen andere lernen können.
Absolventen unserer Schule, auf die wir stolz sein können!

Mag. Renate Haiden

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