100 % rauschfrei - Kabarett

Josef Burger verschafft uns Jugendlichen einen Einblick in seine Welt. Eine Welt, eine Lebensweise, die sich keiner von uns wünscht, aber doch so viele Menschen haben. Ehrlich gesagt, rechneten anfangs alle mit einem langweiligen und standardisierten Vortrag über Drogen, Sucht und der Prävention, doch dann bekamen wir eine fesselnde Geschichte zu hören.

Eine Geschichte über einen drogenabhängigen Familienvater, der wegen seiner Alkoholsucht nicht nur seine Familie und sein Zuhause verlor, sondern sein ganzes Leben. Doch das Faszinierende ist, dass Josef Burger seine eigene Geschichte erzählte. Ein Mann, der mit Alkohol schon früh in Berührung kam und auch lange Zeit abhängig war. Ein Mann, der es dann aber auch wieder auf den richtigen Weg geschafft hat und heute motiviert und voller Lebenslust mitten im Leben steht. Es ähnelte den bekannten Storys aus den USA, in denen ein Häftling seine Geschichte erzählt, um den Jugendlichen und Kindern klarzumachen, dass der Weg, den er gegangen ist, falsch war. Doch Burgers Erzählungen waren nicht abschreckend, denn seine Geschichte zeichnet ihn aus und macht ihn zu dem Menschen, der er heute ist, dem Menschen, dem wir gegenübersaßen. Beeindruckend war, dass er sich in uns Jugendliche versetzen konnte. Er bot uns das „Du“ an und man bemerkte schnell, dass wir Jugendliche, heute kaum oder sehr schwer, zu einer fremden, älteren Person, die wir gerade mal eine halbe Stunde kennen, „Du“ sagen können. Woraus wir schlossen, wie bemerkenswert es doch eigentlich ist, dass sich Josef Burger mit uns identifizieren kann und wir in einer Weise auch mit ihm.

Ein großes Dankeschön schenken wir dem Kabarettisten, denn durch seine gelassene Art und seine eigene Erfahrung, die er mit uns teilte, zeigte er uns die Gefahr der Drogen und des Alkohols von einer komplett anderen Seite.

Kommentar von Melanie Lakits und Sabrina Gibanica
Schülerinnen der Bundeshandelsschule Wiener Neustadt
Wiener Neustadt am 13.2.2019

 

Zurück